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Heilpraktiker können nicht auf Rezept
Massagen und manuelle Therapien abrechnen.
Zen
Shiatsu
Shiatsu ist eine japanische
Druckmassage entlang der Meridiane und einzelner Akupressurpunkte, die vom
Therapeuten mit Fingern, Handballen, Ellenbogen und Knien ausgeführt wird. Sie
wird als Ausgleichsmassage prophylaktisch wie heilend unterstützend angewendet.
Shiatsu beabsichtigt in erster Linie Krankheiten zu verhindern und stärkt die
im Menschen vorhandenen Selbstheilungskräfte.

Trigger
Punkt Massage
Myofasziale Triggerpunkte befinden sich im
Muskelgewebe oder den dazugehörigen Faszien (Muskelsträngen). Diese
Triggerpunkte sind Stellen mit erhöhter Reizbarkeit in einem verspannten Faserbündel
eines Skelettmuskels. Durch Druck können Triggerpunkte gereizt werden, dabei überträgt
jeder Muskel einen typischen Schmerz (z.B. Spannungskopfschmerz durch
Triggerpunkte im oberen Trapezius) in eine oft entfernt gelegene Zone. Vom Auslösen
dieses Schmerzes kommt die Bezeichnung Triggerpoint (englisch "to trigger"
= auslösen). Ein
aktiver Triggerpunkt ist in der Regel nur einige Millimeter
groß
und reagiert bei Druck mit Schmerz. Die therapierte Person bestimmt jederzeit
wie fest der Druck des Therapeuten sein darf und kann mit "Stop"
jederzeit eine Pause verlangen. Dieser Schmerz ist zwar erst unangenehmen, führt
aber bald zu einer Art "Wohlweh" und verschwindet oft ganz.
Schmerzen des Bewegungsapparates
Schon früher gab es Ärzte und Forscher, die die Bedeutung der
Muskeln für die Entstehung der Schmerzen des Bewegungsapparates erkannt haben.
Die "Leibärztin" des amerikanischen Präsidenten J. F. Kennedy, Frau J. Travell
und ihr Kollege D. G. Simons, verhalfen mit ihrem zweibändigen Buch " Myofascial
Pain and Dysfunction. The Trigger Point Manual" zum Durchbruch dieser wichtigen
Kenntnisse und der darauf gegründeten sehr wirksamen Therapiemöglichkeiten. Man
nennt diese Methode "Triggerpunkt-Therapie" oder offiziell "Myofasziale
Triggerpunkt-Therapie".
Was sind Triggerpunkte?
Unter den oben beschriebenen Umständen existieren in den
Muskeln, Sehnen und Gewebe, die die Muskeln untereinander und an den Knochen
bindet (Bindegewebe, Faszien) kleine, manchmal nur ein paar Millimeter große
Bereiche, eben Punkte, die verändert, gequollen und berührungs- und
druckschmerzhaft sind. Häufig schmerzt nicht dieser Punkt sondern auch ein
anderer, sogar ein entfernter Bereich sogar in einem anderen Muskel. Dann
sprechen wir über sekundäre Triggerpunkte und projizierten Schmerz. Die
Triggerpunkte tun nicht nur bei Berührung und Druck weh, sie verursachen
Schmerzen in den Gelenken, bei den Sehnen, und Sehnenscheiden bei Bewegung der
entsprechenden Muskeln.


Wie behandelt man durch Triggerpunkte verursachte
Schmerzen?
Man drückt, massiert die Punkte und dehnt anschließend den
Muskel. Der Patient trägt selbst zur Heilung bei, indem er 2-3 mal täglich kurz
die Muskeln dehnt. Die entsprechenden Dehnungsübungen zeigt ihm der Therapeut.
Die Therapie ist schmerzloser und wirksamer, wenn man die Punkte unmittelbar vor
der Behandlung kühlt. Eine andere Technik ist das sog. "Dry-Needling". Dabei
sticht man mit einer Akupunkturnadel in dem Triggerpunkt herum und anschließend
dehnt man wieder den Muskel. Durch die Behandlung werden die Triggerpunkte
besser durchgeblutet, sie schwellen ab und verschwinden schlussendlich, lösen
sich auf und mit ihnen auch die Schmerzen, die sie verursachten.
In der Regel braucht man mehrere Behandlungen in Abständen von
2-3 Tagen bis einer Woche. Wenn nach 2-3 Behandlungen keine Besserung der
Schmerzen und der Bewegungen eintritt, ist diese Therapie (noch) nicht
angebracht, die Triggerpunkte sind dann nicht der Hauptgrund der Beschwerden,
den man weiter suchen sollte.
Bei welchen Beschwerden soll man an Triggerpunkte denken?
Bei allen Schmerzen des Bewegungsapparates, die nicht durch
eindeutige Ursachen wie Entzündung oder mechanische Wirkung
(Bandscheibenvorfall) bedingt sind. Aber auch in solchen Fällen können sich die
Triggerpunkte, vor allem bei längerem Verlauf, an den Schmerzen beteiligen. Bei
unklaren und auf andere Therapien nicht reagierende Beschwerden sollte man die
Muskeln auf das Vorhandensein von Triggerpunkten abklären und die (Versuchs-)
Triggerpunkt-Therapie den anderen, komplizierten und kostspieligen
Untersuchungen (MRI) und Behandlungen (Stosswellentherapie, Operation)
vorziehen.
Die Triggerpunkt-Therapie ist angebracht und erfolgreich bei Schmerzen im Kopf-,
Nacken-, Schulter-, Ellenbogen-, Hand-, Brust-, Bauch-, Lenden-, Leisten-,
Hüft-, Bein-, Knie-, Wade- und Fußbereich, z.B. bei Tennisellbogen,
Sehnenscheideentzündungen, Hexenschuss, Ischias, Fersensporn.
Neuromuskuläre
Techniken
Spezielle
Streichungen, Dehnungen und krankengymnastische Übungen, ergänzen die
Triggerpunkt Behandlung.
Die Manuelle
Medizin mit allen diagnostischen u. therapeutischen Techniken befasst sich mit
der Physiologie, Pathophysiologie und Verhütung von reversiblen, sprich
heilbaren, Funktionsstörungen an Gelenken, im Sinne verminderter und vermehrter
Beweglichkeit. Auftakt einer Behandlung bilden dabei die Weichteiltechniken.
Maßnahmen zur Vorbereitung der Gelenkmobilisation sind das Entspannen der dem
blockierten Gelenk zugeordneten Muskulatur und das Lösen des verquollenen
Bindegewebes.
Ziel aller Techniken ist, die Blockierung zu lösen und die normale
Gelenkbeweglichkeit wiederherzustellen. Die anderen Begleiterscheinungen ( z.B.
Schmerzen) verschwinden danach ebenfalls, insofern die Blockierung dafür
ursächlich war.
Die Gelenktechniken werden unterschieden in passive, vom Behandler allein
geführte Mobilisationstechniken und aktive, bei denen der Patient zur Mitarbeit
aufgefordert wird. Die Manualtherapie ist eine solide Ergänzung im
therapeutischen Spektrum. Bedenklich ist, wie viele Patienten mit oft
jahrelangen Beschwerden, mit einer Spritze oder Schmerztabletten die Praxis
wieder verlassen, ohne dass der Ursache der Beschwerden auf den Grund gegangen
wurde. Mancher kam in den Genuss einer großen Palette von Apparatemedizin, ist
aber nicht ein einziges Mal abgetastet oder funktionell untersucht worden.
Dabei erspart dieses Vorgehen in vielen Fällen eine zeitaufwendige, kostspielige
und den Patienten belastende Diagnostik- und häufig eine sinnlose Therapie.
Manuelle Lymphdrainage im Gesicht
Sanfte
stehende Kreise entlang der Lymphbahnen in Gesicht und Hals werden erfolgreich
bei der Behandlung von Akne, Nebenhöhlen-
und Mandelentzündung angewandt, aber auch bei Depressionen und Angstzuständen.
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